Unser ungelebtes Leben - von Widerständen und Ängsten auf dem Weg zum Glück!

Milliarden von ungelebten Leben

In uns allen stecken unendliche viele ungelebte Leben. Und so haben wir im Grunde zwei Leben.

Das eine, das wir da draußen Tag für Tag leben. Und das andere, welches wir in uns tragen - und das auf den richtigen Augenblick warten gelebt zu werden. Also wenn wir in Rente sind, oder das Haus abgezahlt oder das Wetter besser wird oder Game of Thrones endlich zu Ende ist und wir wieder mehr Zeit haben.

Unser ungelebtes Leben

All das tragen wir ins uns...

... etwas neues lernen

... einen Blog schreiben

... ein Unternehmen zu starten

... ein  Buch schrieben

... abnehmen

... mehr Sport treiben

... tanzen gehen

... endlich kündigen

... Schluss machen

... eine Beziehung beginnen

... Laufen

... sich gesünder ernähren

... ein Haus am Meer haben

.., eine Weltreise machen

Wir allen kennen diese Spaltung zwischen unserer äußeren Welt und dem was wir wirklich wollen. Warum fällt es uns nur so schwer diese beiden Leben zu einem zu verschmelzen?

Der Widerstand ist unsichtbar

Das was uns innerlich bremst, unseren Sehnsüchte und Träume überhaupt nur wagen auszusprechen - geschweige denn zu leben, fühlt sich an wie eine unsichtbare Wand. So eine Bremse, welche sich scheinbar nie lösen lässt.

Oft sagen wir dann uns selbst Sätze wie:

"Das kann man doch nicht machen!"

"Dafür bin ich nicht gut genug!"

"Heute passt es nicht!"

"Dafür bin ich zu alt!"

"Dafür bin ich zu jung!"

Und so weiter... und so weiter...

Wir sollten festhalten, dass der Widerstand unsichtbar ist. Wir können diese Gedanken, die uns bremsen nicht anfassen.

Der Widerstand ist innen

Denn diese Gedanken ticken in uns selbst. Wir erzeugen sie täglich neu.

Nichts da draußen sagt uns diese Gedankenbremsen. Wir alleine erzählen uns diese Geschichten.

Und sie werden uns auch nicht langweilig. Weil praktisch alle Gedanken erzählen wir uns seit Jahren immer und immer wieder.

In einer Dauerschleife erzählen wir diese Geanken immer und immer wieder, wenn wir den ungelebten Leben in uns Nahe kommen.

Der Widerstand ist heimtückisch

Und eines kennt auch jeder von uns:

Immer wenn wir uns dann aufraffen und sagen : "So! Jetzt mache ich es - ab morgen gehen ich laufen!"

Dann schlagen diese Gedanken unbarmherzig aus dem Hintergrund zu. Zack! Da sind sie:

"Morgen ist echt nicht so gut. Da ist so ein kratzen im Hals. Und es soll regnen. Das wäre doch kein perfekter Start!"

Ohne Vorwarnung schlägt der Widerstand in uns aus dem Hinterhalt zu.

Der Widerstand ist immer absolut unfehlbar

Und das fiese an unseren inneren Widerständen ist:

Sie sind immer sehr überzeugend und wissen genau was richtig ist!

Hey, es ist doch logisch, dass ich in meinem Alter das nicht mehr tun kann!

Und eine Frau (oder Mann) darf das auch nicht!

Mal ehrlich - mit Blick auf den Kontostand kannst du die Weltreise vergessen - das ist doch klar!

Das macht diesen Widerstand so extrem gefährlich. Es ist super leicht ihm zu glauben.

Oder sollen wir sagen - es ist super leicht auf ihn rein zufallen?

Basis des Widerstandes ist die Angst

Unter all diesen "klugen" Gedanke schlummert unsere Angst. Da wir diese Angst aber nicht fühlen wollen, erfinden wir all diese logischen Ausreden.

Wenn wir aber ganz ehrlich sind, liegt an der Wurzel aller inneren Widerstände nur und ausschließlich Angst.

Wir haben "schiss" unsere inneren Leben zu leben. Wir haben Sorge die Kontrolle zu verlieren.

Lieber finden wir unser gelebtes Leben langweilig - als einmal den Schritt aus allen Komfortzonen zu machen. Dabei wissen wir es besser:

Das Leben unserer Träume beginnt immer jenseits aller Komfortzonen!

Je näher man dem Ziel und der Entscheidung kommt - desto größer wird der Widersatnd

Und wie ein unsichtbarer Schutzschirm wird dieser Widerstand größer und immer größer, je näher wir der Entscheidung kommen, den Sprung zu wagen.

Das kenne ich nur zur genüge. Wie auf einem Sprungbrett tippelt man an den Rand, atmet tief durch, geht in die Knie, nimmt die Arme zum Sprung zur Seite, schließt die Augen, atmet noch einmal.

Und geht dann beherzt einen Schritt zurück - weil morgen ist es doch besser zu springen.

Widerstand findet leicht Verbündete

Und da wir alle diese Widerstände in uns haben - und damit auch alle die selben Ängste teilen - findet unser Widerstand schnell Verbündete.

Für jeden "guten" Grund, findet sich eine Person in unserem Umfeld, die uns bestärkt darin, es ja nicht zu versuchen.

"Laufen soll ja auch nicht gut für die Gelenke sein, sagt man. Habe ich gerade neulich gelesen!"

Wir gehen - egal wer mit geht

Wenn wir im Leben vorankommen wollen, müssen wir den ewigen "Sportkommentator" in unserem Kopf ignorieren, der alles was gerade passiert in unserem Leben kommentiert.

Die Stimme ist eh da - aber wir sollten trotzdem gehen.

Der größte Verlust für diese Welt ist doch ein jeder Mensch, der sich weigert seine Träume zu leben.

Sind Ängste nicht auch was gutes?

Immer wieder sagen an dieser Stelle Menschen zu mir:

"Hey, aber vielleicht bewahrt mich diese innere Stimme ja auch vor einer Dummheit!"

Ich glaube, hier gibt es eine Verwechslung. Wir alle haben sie gute Instinkte, ein Bauchgefühl, welches uns intuitiv sagt, was richtig und was falsch ist.

Unserem Bauchgefühl nicht zu vertrauen ist pure Dummheit.

Angst ist etwas anderes. Angst entsteht ganz tief in unseren dunklen Seiten unserer Selbst. Und hat die Basis in genau zwei Gedanken:

Ich bin nicht genug und ich werde nicht geliebt.

Auf Grund dieser unwahren Gedanken zu handeln, wird uns nicht helfen im Leben.

Ein Bauchgefühl zu haben ist etwas anderes.

Manchmal ist es schwer das zu unterscheiden. Aber auch das kann man lernen - wenn wir ehrlich in uns horchen.

Und uns fragen: Kommt dieser Gedanke aus der Angst?

Ist die Antwort Ja - dann sollten wir ihn ignorieren.

Aus den zwei Leben eines machen

Somit ist unser Ziel doch, aus unseren zwei Leben - dem das wir leben und dem was wir in unseren Fantasie leben - eines machen. Zu mindestens uns auf den Weg machen dazu.

Ich glaube ja, dass hier drin wahrlich die Magie eines erfüllten Lebens liegt. Jeden Tag sich neu entscheiden, die Grenze zu überschreiten. Da wo die Knie weich werden. Und der innere Kommentator ins Mikro schreit.

Je größer der Widerstand, desto größer wird die Belohnung sein, wenn wir trotz allem gehen.

Und bedenken wir immer: Am Ende unserer Tage bereuen wir nicht, was wir getan haben. Wo wir Fehler gemacht haben oder auf die Nase gefallen sind. Am Ende unserer Tage werden wir bereuen was wir nicht angegangen haben. Das bricht uns das Herz, wenn wir auf unsere ungelebten Leben zurück blicken.

Es ist immer der richtige Zeitpunkt, unsere ungelebten Leben in die Welt zu bringen und diese ungesunde Spaltung zu heilen. OK - vielleicht auch erst morgen...

 

P.S, Hier ein kurzes Videoausschnitt von Tony Robbins zu dem Thema (Englisch):

FührungBoris Thomas