Führung ist kein Wettbewerb in Beliebtheit! Kannst du damit leben?

Manchmal werden Menschen dich "echt scheiße" finden

Wenn du deinen Job wirklich tust, wirst du es nicht vermeiden können, dass Menschen Dich von Zeit zu Zeit echt daneben finden. Voll doof. Oder eben richtig scheiße.

Und ich habe genau das in den letzten Monaten oft erleben dürfen.

Du fällst Entscheidungen, die nicht jedem im Team gefallen. Oder im Privaten schaut deine Familie recht verständnislos auf dich.

Du stellst Fragen - und trittst schon mit der bloßen Frage Menschen auf die Füße. Kommt auch nicht so gut an.

Wonach wir uns alle sehnen

Und hier kollidieren zwei gegensätzliche Bedürfnisse in uns. Wir wollen ja führen und weiter kommen in unserem Leben und mit dem Team. Aber gleichzeitig wollen wir ja auch geliebt und gemocht werden.

Und das kann dann schon weh tun. Nicht immer ist alles lustig und macht Spaß. Es müssen oft auch echt unlustige Entscheidungen gefällt werden.

Und jede Führungskraft muss lernen damit umzugehen. Denn tief in uns wollen wir natürlich, dass wir geliebt werden.

Kann man den Konflikt lösen?

Ich glaube wir können damit nur bewusst umgehen.

Und bewusst handeln heißt für mich konkret, dass ich erst in mich gehe bevor ich handel. Dass ich erst reflektiere und dann agiere.

Und eben erst handeln, wenn ich weiß und spüren kann dass es richtig ist.

So kann ich auch wenn dann der Sturm sich entlädt entspannt bleiben und wissen, dass sich alles finden wird.

Die Dinge voran bringen

Von Steve Jobs gibt es dazu ein schönes Zitat, als er auf einer Entwicklerkonferenz von einem wütenden Programmierer öffentlich auf der Bühne angegriffen wurde:

"Mistakes will be made. Some people will be pissed off. Some people will not know what they’re talking about but I think it is so much better than where things were at not so long ago."

„Man wird Fehler begehen. Einige Leute werden sauer sein. Manche Leute werden nicht wissen, wovon sie sprechen. Aber ich denke, dass das so viel besser ist, als wie es erst vor kurzer Zeit hier aussah.“

Und da hat er recht. Wenn ich mit mir selbst im Reinen bin, dann kann alles seinen Platz finden - auch wenn sich manchmal der eine oder andere aufregt.

Damit muss man lernen umzugehen. Sehr bewusst.

Deshalb lautet meine Regel für mich immer im Job:

Erst Reflektion - dann Aktion!

Wenn ich das Problem voll verstanden habe und es gründlich durchdacht habe in alle Richtungen, ist es Zeit für die Tat. Und ich kann leichter damit umgehen, wenn Menschen sauer reagieren.

Aber es bleibt eben so: wer vorne steht und sich zeigt, muss damit rechnen dass er angegriffen wird.

Und wer führen will, muss sich mit diesem Thema auseinander setzen.

Bist du bereit dazu? Das Menschen dich nicht mögen?

 

 

FührungBoris Thomas