Festhängen nach Rückschlägen? – Teil 1: Die 5 wichtigsten Fallen

Hilfe! Meine Welt schrumpft

Wir sitzen mal wieder in einer Krise fest. Unser Welt schrumpft. Mal ist es ein kleine Panne – mal ein Fehler – mal eine echte, tiefe Lebenskrise. Was auch immer es ist – aber wir haben das Gefühl statt zu fließen und zu wachsen schrumpft unsere kleine Welt vor unseren Augen. Wir spüren eine Niederlage und verkriechen uns.

Wie kommen wir da jetzt nur wieder heraus?

Im Grunde gibt es 5 grundlegende mentale Fallen, in uns daran hindern so schnell es geht wieder nach vorne zu kommen. Mit dem Ziel aus der Schrumpfung wieder Wachstum und Leben zu erzeugen.

Ich habe diese 5 Barrieren in unserem Kopf immer wieder bei mir selbst und anderen beobachtet. Wir Menschen sind Weltmeister darin in solchen Pannen festzuhängen. Und das Elend länger zu „genießen“ als nötig.

Hier diese 5 Fallen:

  1. Widerstand gegen das was ist

Wenn es schief geht – dann wollen wir das erstmal nicht wahrhaben. Wir weigern uns zu sagen: „Upps – das ist jetzt echt in die Hose gegangen!“

Wir verhalten uns dann wie ein Kind im Wutanfall. Werfen uns (gedanklich) auf den Boden und hämmern mit den Fäusten auf den Boden:

„Ich will es aber anders! Ich will das nicht! Nein – das geht gar nicht! Ich bin jetzt solange wütend bis die Welt es so macht wie ich es gerne hätte! So!“

Nur dieses doofe Leben kümmert sich nie um unsere Wutanfälle. Ich glaube, ich höre dann immer die Götter etwas schmunzeln im Himmel wenn ich mal wütend werde – „So niedlich, der Boris! So süß in seiner Wut!“

Das einzige was hier hilft ist bewusstes los lassen und tiefe Akzeptanz der Wahrheit. Wir sind gescheitert. Es ist ein Fehler passiert. Unsere Pläne können wir über den Haufen werfen. Einfach mal deutlich sagen: „Stimmt – das war es jetzt! So ist es!“

  1. Negatives Denken

„Ich wusste gleich das es schief geht!“

„Ich bin ein Versager!“

„Ja, mir gelingt halt nichts!“

„Mich liebt niemand!“

Unser Gedankenkarussel dreht sich lustig vor sich hin. Und wir bauen ein ganzen Kopfkino zurecht. Mit einem klaren Ergebnis: Es raubt uns jede Energie wieder nach vorne zu gehen. Hier hilft nur eines:

STOPP!

Dieses „Mindfucking“ muss aufhören. Geh unter Menschen. Mach was schönes und unterbreche den Strom der negativen Gedanken.

  1. Opferlegende

Dann spielen wir vollen Inbrunst und immer wieder gerne „Das Opfer“. Diese Rolle ich einfach für uns Menschen die Lieblingsrolle. Wir baden in dem Gefühl „Seht her – was man mir getan hat – ich armer Tropf – ich kann nichts tun – und nichts dafür!“

Die Wahrheit ist:

Egal wie schwer es uns erwischt hat – und manche Schläge sind echt fies im Leben – am Ende des Tages gilt: Man kann immer etwas tun!

Egal was es ist. Wir finden immer einen Schritt nach vorne – und sei er noch so klein.

Opferrollen hilft niemanden! Am wenigstens uns selbst!

  1. Festhalten an alten Wunde

Die vierte Falle in die wir tappen können ist, dass wir ewig an alten Niederlagen und Wunden festhalten.

Egal wie lange es her ist – und ob es hier und heute noch eine Relevanz hat: Wir erzählen voller Genuss wie sehr wir doch noch verletzt sind und wie sehr wir aufgrund dieser alten Geschichte heute uns noch gehemmt fühlen.

Wir sollten erkennen, dass wir selbst hier die Energie aufwenden, diese alte Geschichte am Leben zu halten.

  1. Beschweren

Wem wir die Schuld geben  - dem geben wir die Macht. Ganz schlicht!

Wenn wir anderen die Schuld geben, dass uns nicht gut geht - so legen wir die Macht es zu ändern auch in andere Hände.

Holen wir uns diese Macht zurück und lassen das Beschweren sein. Konzerne, Politiker oder der doofe Nachbar - es ist leicht jemanden zu finden. über den man sich beschweren kann. Es ändert zwar garnichts - aber irgendwie tun wir es doch.

Das Problem ist aber: wenn wir wirklich voran kommen wollen sollten wir aufhören die Macht über unser Glück in fremde Hände zu legen. Ganz einfach.

Alles führt uns vom Leben weg

Jede einzelne dieser mentalen Fallen führt uns ganz sicher weg vom Leben. Dabei ist die Wahrheit, dass es unsere Entscheidung ist, wie wir mit Niederlagen umgehen.

Wir sollten uns immer wieder sehr bewusst fragen: Was wollen wir wirklich?

Und dann neu entscheiden und zurück ins Leben zu gehen!

Teil 2 folgt in Kürze: Was ist die größte Sucht bei uns Menschen? Und was liegt unter allen Schichten von Stillstand im Leben?

Fortsetzung folgt!

FührungBoris Thomas