Ein ehrliches Gespräch über Frauen und Führung - Boris Thomas diskutiert mit Mignon Latoschinski

Frauen und Führung

Wir erleben gerade einen mächtigen Umbruch. Eingefahrene Gleise und Verhalten zwischen Mann und Frau samt aller Rollenbilder stehen zu Disposition.

Oft wird in der manchmal doch sehr emotionellen und fast hysterischen "Gender-Debatte" weit übers Ziel hinaus geschossen. Für mich eindeutig Zeichen einer tiefen Verunsicherung.

Wir wagen uns auf unbekanntes Gebiet mit dem Ziel einer neuen Balance zwischen Mann und Frau. Oder besser weiblicher und männlicher Energie. Denn darum geht es im Kern.

Nach einer klaren Dominanz des Männlichen in den letzten Jahrtausenden - stellen Frauen diese Verhältnisse in Frage. Zu Recht.

Immer mehr Frauen als Männer machen Abitur. Aber wo ist die Wirkung in der Arbeitswelt davon? Braucht es wirklich Quoten? Stehen sich Frauen selbst im Weg oder sind die Männer "schuld"?

Firmengründung ist "Männersache"?

Die Faktenlage ist eindeutig: Keine 10% der Startups werden von Frauen gegründet - obwohl die jetzigen Generationen von Frauen besser ausgebildet ist als die der Männer. Es gibt kein Gesetz welches Frauen das Gründen von Firmen verbietet. Warum ist das dann so wie es ist?

Ich glaube um das zu lösen, sind wir aufgerufen etwas tiefer zu bohren. Und nicht alle unsere Hoffnung darauf zu legen, dass wir nur das System im Außen ändern müssten, und dann wird alles gut.

Es ist leicht zu sagen: Mach mal eine Quote - und dann werden aus Frauen tolle Führungskräfte. Ich halte das für naiv.

Dünnes Eis

Ich weiß, dass dieses Thema sehr dünnes Eis ist - und man bricht da sehr schnell ein.

Trotzdem habe ich das Gespräch mit Mignon (Mignons Facebook Seite) gesucht. Sie hat als Frau schon in jungen Jahren eine Firma als Geschäftsführerin geleitet - und war dort Vorgesetzte von einem "Ingenieur-Männerclub".

Sie ist jetzt seit Anfang des Jahres in meinem legendären Lattoflex Team (Projektleitung Anneliese) - und wir haben oft darüber gesprochen, warum es Frauen so schwer fällt "in Führung zu gehen". Und was getan werden muss.

Ich habe sie gefragt, ob sie Lust hätte ihre Meinung in einem Podcast mit mir zu diskutieren.

Und ich habe eindeutig Respekt vor ihrem Mut sich mit ihren Gedanken so offen hinzustellen und diese zu verbreiten. Denn ich weiß, dass es hier auch unter Frauen sehr unterschiedliche Ansichten gibt.

Aber vielleicht gelingt es uns ja, langsam wieder eine ehrliche Debatte um die Ursachen und Lösungen zu finden. Ohne alte Klischee zu bemühen - aber eben auch zu respektieren, dass es zwei unterschiedliche Energien sind, die hier wirken.

Am Ende ist es eher keine Frage nach Mann oder Frau - sondern eine Frage der Balance zwischen den dualen Kräften in diesem Universum, welche die Chinesen so wunderbar in ihrem Yin-Yang-Symbol zusammen gefasst haben. Es ist nicht die Gleicheit - sondern die tiefe Akzeptanz und der Respekt vor der Unterschiedlichkeit.

Ich glaube, dann kann alles eine neue Kraft entfalten und verliert seine Anstrengung.

Und nun viel Spaß mit diesem spannenden Podcast:

 

 

Download der aktuellen Episode (rechte Maustaste und "Speichern unter")

 

P.S. Hier noch das Buch und ein Making-of-Video, welches Mignon in dem Gespräch erwähnt hat

Good Night Stories for Rebel Girls: 100 außergewöhnliche Frauen

 

https://www.youtube.com/watch?v=3DQeljNdOT0

P.P.S. Und hier der deutsche Trailer zum Film "Brave" - absolut empfehlenswert:

https://www.youtube.com/watch?v=itgMNuSmA-0

 

 

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