Ein Aufruf zum Mut! Es ist Zeit mutig und entschlossen zu zeigen wer wir sein könnten!

Nachdem ich ja schon etwas über die Angst geschrieben habe, folgt diesmal zum Ausgleich etwas über den Mut.

Was ist Mut eigentlich?

Werfen wir einen Blick in die Herkunft des Wortes Mut.
Das deutsche Wort "Mut" kommt von dem mittelhochdeutschen und althochdeutschen Wort "muot" - was soviel bedeutet wie  „Geist, Seele“ oder auch der Gemütszustand und die Leidenschaft.
Spannend auch das englische Wort für Mut:

Courage

Hier gehen die Wurzeln zum altfranzösischen cœur (bzw. aus dem lateinischen cor) zurück - was „Herz“ bedeutet.

"Courage" ist also zu sagen was man im Herzen trägt - und danach zu handeln.

Mut ist eine Sache des Herzens. Wir sagen ja auch "sich ein Herz nehmen" - wenn wir mutig etwas Ungemütliches angehen.

Und wenn uns "das Herz in die Hose rutscht" haben wir Angst.

Sollte etwas wichtiges Gelingen, vor dem wir Angst hatten, dann fällt uns "ein Stein vom Herzen".

Wie also geht das mit dem Mut und unserem Herzen? Wieso scheitern wir so oft mit dem was wir wollen - und erstarren - obwohl wir wissen dass es das richtige wäre.

Perfektionismus

Die wohl mächtigste Ausrede, welche ich immer wieder höre - und auch bei mir selbst kenne - ist: "Ich bin noch nicht so weit. Es ist der falsche Zeitpunkt. Es ist noch nicht perfekt!"

Es steht echt ganz oben auf der Skala der Ausreden nicht mutig zu sein: Mein Plan, mein Entwurf, meine Rede, ich, mein Projekt, meine Gedanken sind noch nicht perfekt.

Perfektion ist eine der mächtigsten Fallen in diesem Leben.

Perfektion ist aber ein sehr niedriger Zustand des Lebens – einfach weil es nichts perfektes gibt. Hinter Perfektionismus steckt nur Angst.

Die Wahrheit ist: Wir können nicht übers Wasser gehen. Und wir werden auch nicht fliegen können. Unser Blogbeitrag wird nie perfekt. Wir sind es auch nie.

Was wir brauchen, ist der Mut nicht perfekt zu sein. Ansonsten kommen wir niemals ins Handeln.

"Mut ist wie Angst eine Angewohnheit." Tony Robbins

Ausreden hat die Angst in uns immer parat. Sind wir bereit nicht darauf zu hören und trotzdem zu handeln?

Unsere zwei Leben

Was ich sehe bei mir und den Menschen um mich herum ist, dass wir alle zwei Leben haben.

Eines ist das was wir leben. Also unser tägliches Leben - so wir es eben leben.

Und das andere ist das, was wir in uns tragen - und das wir irgendwann mal leben werden wollen - wenn wir in Rente sind oder die Bedingungen mal anders sein werden.

Der NLP Coach Marc Plaetzer stellte neulich auf einer Kundenveranstaltung von Lattoflex die Frage: "Wie ist dein Leben in richtig?"

Mut heißt diese beiden Leben endlich in Einklang zu bringen. Zu mindestens uns in die Richtung von Einheit zu bewegen.

Einfach mal anfangen

Die einzig unmögliche Sache auf der Welt ist die, welche du nie beginnst.

Morgen werden wir es tun - gaaaanz sicher! Morgen retten wir die Welt.

Wir sollten uns bewusst machen, dass der Widerstand in uns einfach nur ein Symptom des Planen und Wollens ist. Das Leben will sehen, ob wir es ernst meinen. Das ist alles.

7 Schritte zu mehr Mut im Leben

Hier meine 7 Lieblingsideen für mehr Mut:

1. Lieber einen kleinen Schritt als keinen! 

Manchmal ist es besser viele kleine Schritte zu wagen - als am großen Schritt ewig festzuhängen. Wem eine Stadthalle mit 1000 Menschen als Publikum zu groß ist - startet seinen Vortrag halt mit 30 Leuten in der Volkshochschule.

2. Aktivität hilft immer

Besser man tut etwas - als überlegt sich ewig den "perfekten" Plan. Selbst wenn die Aktivität nicht zu 100% die beste und effektivste ist - aber es hilft in Bewegung zu kommen. Auf dem Sofa zu sitzen macht die Monster nur noch größer!

3. Bewusst ausatmen

Ausatmen entspannt. Und ist ein alter Trick von Spitzensportlern vor dem Start.

4. Stirbst du daran?

Frage dich ernsthaft: Was ist das schlimmste was passieren könnte? Und stirbst du daran?

5. Musik und Bewegung

Lege deine Lieblingsmusik auf und tanze - wenn du tanzen magst. Aber bringt dich in einen guten Zustand. Fülle dich mit Energie auf. Tony Robbins ist hier der beste Lehrmeister!(siehe Peak State by Tony Robbins)

6. Konkrete Planung

Sei sehr sehr sehr konkret mit deinen Zielen und dem was du wirklich willst. Die meisten Vorhaben scheitern, weil wir zu schwammig sind und zu unkonkret.

7. Was wäre wenn sich nichts ändert? Wie sieht dann dein Leben in 10 Jahren aus? Willst du das wirklich?

Mach dir die Konsequenzen klar, wenn du jetzt nichts unternimmst. Wie wird dein Leben in 10 Jahren aussehen - wenn alles so bleibt wie es ist? Und du den Mut nicht findest, es jetzt anzugehen?

Mut ist wie ein Muskel - er wird stärker durch Training

"Selbstbewusstsein ist wenn man sich oft genug an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen hat." - das hat mal Reinhard Sprenger auf einem Führungsworkshop gesagt.

Und mit Mut ist es genauso. Wenn man oft erlebt hat, dass ein mutiger Schritt einen nach vorne bringt - und man Schwierigkeiten und vor allem seine Ängste überwunden hat - dann stärkt das den Muskel Mut.

Mut ist eben nicht die Abwesenheit von Angst - sondern die Entscheidung zu handeln trotz alle dem. Und je öfter wir uns den inneren Stimmen stellen, desto mehr verlieren sie ihre Macht.

"Mut ist einfach die Bereitschaft Angst zu haben und trotzdem zu handeln!" Dr. Robert Athony

Wie im Fitnessstudio unsere Muskeln, so müssen wir auch unseren Mut immer und immer wieder trainieren. Und manchmal haben wir auch davon einen Muskelkater. Trotzdem weiter sich unseren Ängsten zu stellen, ist der Weg zu einem mutigen Leben.

Mut - die Welt zu verändern und sich selbst

"Meine Hoffnung ist immer, dass ich diese Welt etwas besser verlasse als wir sie bekommen haben." Jim Henson

Mut ist keine Vererbung. Es ist nichts was uns angeboren wurde. Es ist eher eine Entscheidung, auf unsere Ängste zu hören oder trotzdem nach vorne zu gehen.

Jede hat seine Träume. Was er gerne tun möchte im Leben. Welches Leben er führen möchte.

Und ein jeder hat seine guten Rechtfertigungen, warum es unmöglich ist.

Am Ende unseres Lebens gibt es nur eine Frage an uns alle: "Warst du mutig genug?"

"Die Zukunft gleicht nicht der Vergangenheit - außer du lebst dort!" Tony Robbins

 

 

 

 

 

 

 

FührungBoris Thomas