5 Gründe warum gute Mitarbeiter kündigen - obwohl sie ihre Aufgabe lieben!

"Ich finden meinen Job und meine Aufgabe echt gut und liebe es eigentlich dort zu arbeiten - aber so geht es nicht weiter! Ich kündige jetzt und suche mir etwas neues!" Häufiger höre ich solche Sätze. Oder:

"Ich bin durch mit meinem Job und meiner Firma - sobald ich etwas Neues haben, bin ich weg!"

Worum liegt es, wenn Menschen kündigen, die eigentlich die Aufgabe und den Job lieben?

Menschen kommen um für ein Unternehmen zu arbeiten..

Wenn wir uns für einen Job entscheiden wollen wir für eine Firma arbeiten. Wir finden das Unternehmen spannend. Die Vision. Das Image. Die Marke. Haben Gutes gehört. Und so bewerben wir uns und starten den neuen Job.

...und sie verlassen den Vorgesetzten

Wenn wir dann einige Zeit später uns mit dem Gedanken beschäftigen aufzuhören - liegt es meist nicht am Unternehmen. Sondern wir verlassen den Vorgesetzten bzw. die Vorgesetzten. Wir verlassen das, was aktuell unsere gegenwärtige Arbeit beeinflusst und ausmacht.

Und dies ist nicht das Unternehmen als Ganzes noch die Marke.

Hier die 5 wichtigsten Gründe warum Menschen ein Unternehmen verlassen:

1. Keine Potentialentfaltung

Das, was uns alle bewegt ist der Wunsch nach Wachstum. Wir wollen unser Potential entfalten.

Und wir brauchen das Gefühl, dass wir auch bei der Arbeit uns entfalten können. Und das bedeutet, über Grenzen zu gehen, Neues zu erlernen und zu erfahren.

Wenn dies nicht gegeben ist, werden wir vertrocknen - und unser Lohn wird zu einem monatlichen Schmerzensgeld im Austausch für den täglichen Schmerz.

2. Keine Bindung

Neben dem tiefen Wunsch nach Wachstum ist es unsere Sehnsucht nach Verbundenheit, welche uns ein Leben lang umtreibt. Wir wollen dazu gehören und spüren, dass andere da sind und wir Teil des Ganzen sind.

Studien zeigen, dass das Gefühl von Ausgeschlossen sein schmerzhafter ist als wenn wir mit einer Nadel in unseren Arm stechen.

Und wenn wir auf unserer Arbeit isoliert sind und das Gefühl haben, nicht wirklich "an Bord" zu sein - dann werden wir gehen oder innerlich kündigen. Innere Kündigung ist nur ein Wort für einen Zustand in dem wir Dissoziieren (uns Trennen) von der schmerzhaften Erfahrung. Weil wir glauben, wir können den Schmerz nicht mehr aushalten - tun wir so als ob wir nicht mehr dabei sein wollen. Was aber eine Lüge ist, die nur unseren Schmerz tief im Herzen verbirgt.

3. Nicht gesehen werden

In Partnerschaften ist "nicht gesehen werden" die wohl häufigste Ursache für Stress und Streit. Und so ist es auch in Unternehmen. Wir wollen gesehen und gehört werden.

Und wenn wir fortgesetzt das Gefühl haben, dass man uns nicht als Mensch sieht - werden wir gehen.

Menschen wollen als Mensch gesehen und wahrgenommen werden. Dies ist eine Kernaufgabe von Führung. In wahrer Präsenz bei den Menschen im Team zu sein.

4. Keine Chance auf Gestaltung

Ähnliche wie unsere Potentialentfaltung ist die Chance auf freie Gestaltungsräume ein Grundbedürfnis für uns Menschen.

Wir wollen einen Raum haben, in dem wir selbst entscheiden und gestalten können.

Nur so können wir wachsen und unsere Projekte werden auch wirklich die eigenen.

Lassen wir Mitarbeitern die Luft diesen Raum auch auszufüllen - oder wir werden sie verlieren.

5. Kein Vertrauen

Über Vertrauen habe ich oft geschrieben in diesem Blog (hier). Es ist so etwas wie der "Schmierstoff" in jedem Team. Es macht die Arbeit schnell und ohne nervige Bürokratie und Reibungsverluste.

Kein Vertrauen schafft Menschen komplett. Es stresst. Und ist wie ein permanenter "Nervfaktor", welche immer wie ein Hintergrundrauschen in den Ohren klingelt.

Ohne Vertrauen werden wir die Herzen und Seelen der Menschen verlieren. Und am Ende werden Menschen gehen.

5 einfache Gründe - mit großer Wirkung

Am Ende wollen Menschen als Menschen behandelt und gesehen werden.

Wir sollten jedoch das nicht verwechseln: Das Leben ist kein Bällebad. Wo alles rosarot ist und man immer gut drauf ist. Im Gegenteil. Es geht darum echt zu sein.

Und wirklich. Man kann fluchen, wenn was schief geht. Man kann Fehler machen. Oft müssen harte Entscheidungen gefällt werden. Das Leben ist ebenso. Und wir stolpern manchmal von einer Lernerfahrung zur nächsten.

Als Führung haben wir es jedoch in der Hand, eine Umgebung zu schaffen, in der Menschen sich gerne aufhalten und arbeiten.

Es bedeutet nicht alle Mitarbeiter zu halten. Denn es gibt auch viele persönliche, gute Gründe einen neuen Job zu suchen und in eine andere Stadt umzuziehen. Und manchmal ist der Platz einer Person in einem anderen Team besser.

Aber langfristig wird unsere Arbeitsumgebung magnetisch anziehend für Menschen werden, die passen. Und darum geht es.

Menschen werden durch ihre Arbeit energetisch aufgeladen - anstatt Energie zu verlieren.

5 kleine Ursachen - mit großer Wirkung.

Bekommen wir diese fünf Punkte in unser Team integriert?

 

 

 

FührungBoris Thomas