Erfolg macht lernbehindert!

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Erfolg macht lernbehindert

Oder wie Buddha die Erleuchtung fast verpasst hat

Die häufigste Frage

Wenn es eine Frage gibt, welche mir auf meinen Vorträgen wieder und wieder gestellt wird, so ist es diese:
Brauchen wir tatsächlich eine Krise um etwas Neues zu lernen und zu wachsen?
Meine Antwort darauf ist klar und unmissverständlich. Ich glaube nicht daran, dass wirklich grundlegendes Wachstum und das überschreiten von selbst ausgedachten Grenzen (man nennt dies auch “Komfortzone”) möglich ist, ohne dass uns das Leben hin und wieder ein wenig in den Hintern tritt.

Bällebad

Oft verfallen wir als Menschen in eine Illusion. Dann glauben wir, wenn alles nett und komfortabel um uns herum eingerichtet wurde, dann hätten wir endlich ohne Stress die Gelegenheit unsere Träume zu leben. Visionen zu entwickeln. Und einmal ganz frei und ohne Druck die Welt zu verändern.
Und ich gebe zu, dass dies wahrlich ein sehr angenehmes und schönes Bild ist.

Meine Erfahrung ist jedoch, dass praktisch alle großen Ideen, welche die Welt wirklich verändert haben, entstanden sind, weil Menschen es wollten. Und bereit waren gegen jeden Widerstand ihre Ideen zu entwickeln und durchzusetzen.
Für mich, und das ist mein Blick auf das Leben und diese Welt, ist alles was auf dieser Erde passiert so etwas wie ein Trainingscamp. Und wenn wir in einem Fitnessstudio anfangen unseren Körper zu trainieren, bringt es überhaupt nichts, und das kann einem jeder Fitnesstrainer bestätigen, wenn ich nur so viel Gewichte benutze, welche ich ohne große Mühe und Schweiß problemlos bewegen kann.

Wenn ich will, dass meine Muskeln wachsen, muss ich sie über die Grenzen fordern. Ich muss das Gewicht immer etwas größer wählen als das, von dem ich glaube, dass ich es problemlos schaffen kann.

Grenzen überschreiten

Und so war es damals auch mit Buddha. Er wuchs in extrem behüteten Verhältnissen, im Wohlstand, hinter den Mauern des Palastes seines Vaters auf. Es war die Absicht seiner Eltern, dass er mit keinem Leid und keinem Schmerz auf dieser Welt in Kontakt kommen solle.

Dann jedoch eines Tages, kam es wie es kommen musste. Und der junge Siddhartha erblickte außerhalb der Schutzzone des Palastes das wahre Gesicht des Lebens. Er sah den Tot, Krankheit und alle Formen der menschlichen Krise.
Und ohne die komplette Geschichte hier vollständig zu erzählen, war dieses Erlebnis so etwas wie eine Initialzündung, welche am Ende unter dem legendären Bodhi-Baum und seinen Erkenntnissen über das Wesen des Lebens endete.

Das Leben drückt unsere Knöpfe

Ein kluger Lehrer hat vor kurzem einmal gesagt, dass wir jedes Mal wenn das Leben „unsere Knöpfe drückt“ und wir wütend, traurig oder gar verzweifelt sind, wir Gott eigentlich danken sollten, welch einmalige Chance haben etwas Neues über uns zu lernen und über unsere Grenzen hinweg zu wachsen.


Macht eine Krise denn etwa Spaß?

Nein! Auf keinen Fall!

Was sie jedoch lernen dürfen ist den Wert einer Krise tief in unserem Herzen anzuerkennen. Es ist der Wachstumsimpuls für unsere Evolution.


Oder wie es einmal in einem klugen Buch geschrieben stand: nur weil wir einen freien Willen haben, bedeutet es nicht, dass wir über das Lernprogramm dieses Lebens frei entscheiden können. Dies liegt nicht in unserem Ermessen. Unser freier Wille gibt uns lediglich das Recht zu wählen, ob wir die Lektion annehmen und etwas daraus lernen – oder ob wir uns dem Lernen verweigern und diese Chance verpassen.
Sicher ist jedoch auch: das Leben ist unendlich geduldig. Immer wenn wir uns aus freien Stücken entscheiden die Chance in einer Krise nicht zu nutzen, gibt uns das Leben noch viele weitere Chancen in Form von Herausforderungen und eben Krisen.

Und dafür sollten mit dem Leben wirklich dankbar sein.

Jetzt neu der Podcast zum Buch!

Und alles über mein Buch “Fang nie an aufzuhören”


Boris ThomasLattoflex