Krise ist auch nur ein Mensch!

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Krise ist auch nur ein Mensch!

Wir können Fehlschläge nicht verhindern - aber wir können aus ihnen lernen!

Das Ziel ist:

Leiden verkürzen - Lernen vergrößern!

Blind für das wahre Leben

Unser Welt ist zu einem Universum der “Erfolgsjunkies” geworden!

Auf allen Kanälen signalisieren wir wie erfolgreich, gut aussehend, motiviert und inspiriert wir sind. Die sozialen Kanäle basieren zunehmend auf einem einzigen Grundprinzip:

Wer ist der perfekteste, erfolgreichste, gut aussehenste und schlaueste im Land?

Es ist wie ein endloser Wettbewerb um die Poolposition in Sachen Erfolg, Optik (“Filtermania”) und ewiges Glücksgefühl.

Nun bin ich der letzte der nicht gern erfolgreich ist. Es ist ein schönes Gefühl ein Spiel zu gewinnen. Und wenn ich den Basketballplatz betrete, so will ich auch als Sieger am Ende des Spiels den Platz verlassen. Das ist ja wohl klar. Aber darum geht es mir auch nicht.


Es geht mir darum das wir zunehmend beginnen einen wesentlichen – und wahrscheinlich den wichtigsten – Teil unseres Lebens auszublenden. Und das ist die Krise, die Niederlage und der Fehlschlag.


Der zunehmende Missbrauch von Psychopharmaka (Glückspillen) ist ein deutliches Indiz für eine dramatische Fehlentwicklung in unserer Gesellschaft. Frustriert oder traurig zu sein, halten wir kaum noch aus. Wir gieren danach einen Zustand zu erreichen, der so etwas ist wie „Dauerglücklichkeit“.

Menschsein ist keine Krankheit


Nach meinem Gefühl raubt uns diese Leugnung eines wichtigen Teils unseres Lebens die wohl wichtigste Chance etwas zu lernen. Wie sollen wir denn sie unser wahres Potenzial auch nur ansatzweise entwickeln und erfahren, wenn nicht durch eine anständige Krise. Ja, es tut weh! Und das will ich hier nicht leugnen. Aber seien wir doch ehrlich: wären wir je der geworden, der wir jetzt sind, wenn nicht das Leben uns von Zeit zu Zeit in den Hintern getreten hätte?

Zu unserem Menschsein gehört es, dass wir durch Krisen und Rückschläge lernen. Wir sollten stolz sein auf jede überlebte Krise und jedes durchschritten dunkle Tal. Macht es uns doch stärker, klüger und vor allen Dingen auch demütiger gegenüber dem Erfolg. Es gehört zur unserem Menschsein dazu.

Und Mensch zu sein ist in keinem Fall eine Krankheit die man therapieren müsste.

Deshalb war es mir ein persönliches Anliegen dieses Buch zu schreiben. Ich glaube je bewusster wir auf das Leben blicken, desto eher gelingt es uns den Frust und das Leid in einer Krise zu verkürzen und die Lernerfahrung zu vergrößern.

In Kürze versuche ich mit dem Buch: Leiden verkürzen - lernen vergrößern!
Mein Ziel ist es den Leser zu ermutigen neu auf sein eigenes Leben und seine Krisen zu blicken. Immer mit dem Ziel irgendwann einmal sich umzudrehen und sagen zu können:

„Danke Leben, für diese Krisen! Ich konnte dadurch so viel lernen und mein wahres Potenzial entwickeln!“

Lasst uns alle gemeinsam den Mut finden, diese neue Ehrlichkeit in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Krise ist auch nur ein Mensch und Mensch-sein keine Krankheit.

Boris Thomas